BEG-58 baut größte PV Anlage mit 273 kWp mit der hagewe in Hagen Emst

BEG-58 baut größte PV Anlage mit 273 kWp mit der hagewe in Hagen Emst

Gründliche Planung und fleißige Montage lassen Anlage im Elmenhorst zügig realisieren

Bericht von Josef Quanz

Nach gründlicher Prüfung der Dächer in der Elmenhorststrasse in Hagen – Emst konnte im Februar und März 2021 die größte Anlage der BEG auf den Dächern der HAGEWE gebaut werden. Fast optimale Ausrichtung und keine Verschattung haben uns motiviert, dieses große Vorhaben zu realisieren. Bei hervorragendem Wetter im Februar/März 21 wurden die sechs Wohnblocks eingerüstet und in der Kooperation mit dem Solarladen Hagen gebaut.

An jedem Arbeitstag waren die Mitmach PVler*innen und Handwerker des Solarladens früh morgens bis in die späten Nachmittagsstunden aktiv. Montage der Untergestelle, Abflexen der Dachziegel, Anreichen der vielen Module, Entsorgung des Mülls, Herrichtung der Rasenflächen und vieles mehr und immer bei guter Stimmung. Die Pizzeria Angelo freute sich über den gesteigerten Umsatz durch die hungrigen Monteure*in in der Mittagspause. Gegen drei kam dann der Eiswagen mit Nachtisch vorbei, was die Motivation in den Nachmittagsstunden steigerte. „Ich freue mich in dieser Coronapandemie endlich mal meine Wohnung zu verlassen und mit euch hier diese sinnvolle Arbeit zu verrichten.“ freute sich ein 75 jähriges Mitglied, extra aus Bochum angereist. Natürlich haben wir die Coronaschutzregeln eingehalten.

Sehr erstaunt war ich über die reibungslose, perfekte Organisation und Umsetzung dieses tollen Vorhabens. Während der Arbeit habe ich kein unfreundliches Wort gehört, eine entspannte Atmosphäre, die vor allem auch auf die hervorragende Organisation durch Peter Modrei und Daniel Luth vom Solarladen zurück zu führen war. Die Mitarbeiter des Solarladens haben ebenfalls beeindruckend gearbeitet.

Seit dem 30. April speist die Anlage sauberen PV Strom ins Hagener Netz und wir sind wieder einen kleinen Schritt in der Energiewende voran gekommen. Jährlich erwarten wir eine Ernte von 250.000 kWh.


Ein kleiner Einblick in den Bau der Photovoltaikanlage mit der hagewe in Hagen Emst

Besonderen Dank an alle Helfer*innen und Handwerker.

Inspektionsprotokoll für eine Solaranlageninsepktion

Inspektion unserer Solaranlagen

Mitmach Inspektion

In den letzten Monaten wurde im Führungskreis beschlossen zukünftig zu versuchen die jährlichen Inspektionen der BEG-58 Photovoltaikanlagen von interessierten Mitgliedern, statt wie bisher, von den Solateuren machen zu lassen.
Das bietet folgende Vorteile:

  • Für die Solateure war das immer eine ungeliebte Tätigkeit, sie können und wollen die wertvolle Zeit stattdessen für den Neubau nutzen.
  • Wir können die Inspektionen bei gutem Wetter machen und können dann die Leistungsfähigkeit der Anlagen bei Sonnenschein besser beurteilen. Die Solateure neigten dazu es bei schlechtem Wetter zu machen, wenn sie  nicht auf das Dach für Neubau gehen konnten/wollten.
  • Wir sparen die nicht unerheblichen Kosten und können deshalb noch weitere Anlagen wirtschaftlich bauen. Die jährlichen Inspektionskosten fraßen bei Neuanlagen ca. 10 % der Einspeiseerlöse.

Wir haben inzwischen 5 Mitglieder, die aktuell gründlich eingearbeitet werden. Sie haben  sich bereit erklärt  Anlagen in Ihrer Umgebung einmal im Jahr zu inspizieren. Hier geht es zur Übersicht unserer > Solaranlagen.

Auch hier gilt, je mehr mitmachen, desto weniger Belastung für den Einzelnen. Die Inhalte einer solchen Inspektion sind sehr überschaubar und quasi identisch mit dem was jeder PV Anlagenbesitzer zu Hause auch mit seiner Anlage macht: Inaugenscheinnahme und das Ausfüllen eines Protokolls. Der Termin einmal jährlich ist absolut frei wählbar, idealerweise bei schönem Wetter. Die benötigte Zeit für eine durchschnittliche Anlage beträgt ca. 30 Min vor Ort.

Bei Interesse bitte bei peter.modrei@beg-58.de melden.

Solaranlagen als nachhaltige Geldanalage

Zweites Mitgliederdarlehen

Großer Vertrauensbeweis

Bericht von Jürgen Rogall

Als mich Rolf Weber Anfang diesen Jahres fragte, ob ich bei der Platzierung eines weiteren Mitgliederdarlehens unterstützen könnte, habe ich sofort zugesagt, da ich bereits im Jahr 2020 dabei war und schon etwas Erfahrung sammeln konnte. Als er mir dann aber sagte, dass dieses Mal eine Gesamtdarlehenssumme von ca. 300.000€ angestrebt wird, war ich etwas skeptisch. Im Jahr 2020 hatten wir zwar bereits 100.000€ von unseren Mitgliedern zur Verfügung gestellt bekommen. Jetzt aber nochmal zusätzlich die dreifache Summe?

Aber meine Zweifel waren bald verflogen. Kurz nachdem die Mail bzgl. des Mitgliederdarlehens verschickt war, antworteten bereits in der ersten Woche viele Mitglieder und boten ihre Unterstützung an. Nun, Mitte Mai, sind es tatsächlich 290.000€ geworden. Aus meiner Sicht ein sehr großer Vertrauensbeweis. 22 Mitglieder haben dazu beigetragen; im Schnitt hat sich also jeder mit ca. 13.000€ beteiligt. Es ist auch schön zu sehen, dass die Darlehensgeber einen Querschnitt der BEG-58 repräsentieren. Es sind sowohl langjährige Mitglieder als auch ganz „frische“ Mitglieder dabei, die teilweise extra in die BEG-58 eingetreten sind, um das Darlehen geben zu dürfen. Auch die Altersverteilung entspricht in etwa der Gesamtverteilung.

Was ist denn die Motivation, sich an der Finanzierung von Solaranlagen zu beteiligen? Der Zinssatz von 1% bei einer Laufzeit von 10 Jahren ist sicherlich „wettbewerbsfähig“. Einen höheren Zinssatz gibt es momentan für sichere Festgeldanlagen auch nicht; teilweise muss sogar mittlerweile ein „Strafzins“ für Anlagevermögen bezahlt werden.

Aber mein Eindruck aus den Telefonaten und dem Mailverkehr mit den Darlehensgebern ist, dass der Hauptgrund darin besteht, etwas Sinnvolles mit seinem Geld zu unterstützen: Dies wird umso deutlicher, dass für 3 Mitglieder 0% Zinsen für den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung ausreichen. Jede Solaranlage verringert den CO2-Ausstoß und ist ein Beitrag, den Klimawandel zu begrenzen und die Zukunft unserer Kinder zu sichern. Besonders dieser letzte Punkt wurde häufig thematisiert.

Konkret bedeutet das: Mit Hilfe der Darlehen konnten wir an 8 Standorten 13 Solaranlagen mit einer Leistung von 467,7 kWp aufbauen. Diese Installationen produzieren voraussichtlich ca. 442.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr. Das entspricht dem Jahresverbrauch von ca. 126 privaten Haushalten.

Während des Kontakts mit den Darlehensgebern wurde mir auch oft Dank an die Ehrenamtlichen bei der BEG-58 ausgesprochen, egal ob sie bei kaufmännischen/administrativen Aufgaben unterstützen oder bei der Errichtung der Solaranlagen vor Ort selbst „Hand anlegen“. Diesen Dank möchte ich gerne zum Abschluss an alle Unterstützer weitergeben.

Beitragsbild von Nattanan Kanchanaprat

12

Naturverträgliche Ausbau der Photovoltaik / Freiflächenanlagen

Photovoltaik Freiflächenanlage

Naturschutzfachliche Begleitung gesucht

Die aktuellen Diskussionen um das Klimagesetz machen deutlich, dass wir noch viel mehr Anlagen zur CO2 freien Stromerzeugung bauen müssen.

Insofern passt es ganz gut, dass wir nun mit einer Freiflächenanlage langsam auf die Zielgerade kommen. Vor ca. 2,5 Jahren haben wir den Antrag gestellt und nun wird ein Bebauungsplan genehmigt, so dass ein Bauantrag vorbereitet werden kann.. Es handelt sich bei der Fläche um einen Acker direkt neben der A46 in Letmathe. Auf diesem Acker wurde bisher meist Mais angebaut, unter Einsatz von  Gülle und Glyphosat.

Wir wollen zukünftig  eine Doppelnutzung der Fläche (Photovoltaik und Beweidung) realisieren und ein Rückzugs-Habitat für Insekten und Kleinsäuger schaffen. Die dadurch erreichte ökologische Aufwertung der  Fläche ist teilweise in den Auflagen des Bebauungsplan vorgegeben.

Allerdings würden wir gern noch mehr machen:
Falls jemand sich vorstellen kann an diesem Thema (Planung und Umsetzung) aktiv mitzuarbeiten und idealerweise auch Vorkenntnisse dazu mitbringt, bitte melden bei peter.modrei@beg-58.de.

BEG-58 Mitglieder helfen beim Bau der Solaranlagen

Immer mehr BEG-58 Mitglieder packen mit an!

Mitmach PV und neue Solaranlagen:

Das Jahr 2021 hat gut begonnen. Der inzwischen auf 30 Personen gewachsene Mitmach PV Pool  hat am 29.12.2020 die letzten Arbeiten auf der Kita Sperlingsweg in Herdecke ausgeführt, so dass diese am 14.01.2021 in Betrieb genommen wurde. Es war die Erste in diesem Jahr, aber natürlich nicht die Letzte.
Es folgten die beiden Anlagen  in der Kirchstr. (Gevelsberg) und die Kita am Timmerbeul  (Ennepetal) beide am 23.2.2021. Für die Kita waren zuvor im Januar noch einige Arbeiten  bei strengem Frost auf dem Dach zu erledigen. Die Hasencleverschule folgte schließlich am 30.03.2021. 
Quasi dazu parallel begann im Februar unser größtes bisheriges Projekt in Hagen in der Elmenhorststr (siehe separater Bericht). Dann ging es im April gleich weiter mit der Kita Schmandbruch in Wetter.

Weitere Projekte, z.B. Kitas in Herdecke, befinden sich in der Entwicklung, so dass 2021 durchaus ein Rekordjahr bez. Neubau werden könnte.

Deshalb nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, ohne die der Neubau aktuell nicht machbar gewesen wäre.

Ein kleiner zusätzlicher Ertrag für den Gebäudenutzer sowie die BEG-58 wird dadurch erwirtschaftet, dass an der Kita Schmandbruch der solar erzeugte und im Gebäude verbrauchte Strom an den Gebäudeträger AWO EN verkauft wird. Bei der Kirchstraße greift das gleiche Konzept: Hier wird der Strom an die Häusliche Krankenpflege Gevelsberg verkauft, die damit u.a. ihre 5 E-Autos in der Mittagspause betankt.

Auch wenn wir schon eine große Gruppe sind, so freuen wir uns doch über jede zusätzliche Unterstützung. Es macht einfach noch mehr Spaß wenn die Arbeit auf viele Schultern verteilt wird.

Und falls jemand sich nicht vorstellen kann mit auf das Dach zu gehen, aber dennoch unterstützen möchte…  kann vielleicht mal für die Verpflegung sorgen? Ansprechpartner ist peter.modrei@beg-58.de.

Steckersolarmodule an einem Balkon - mach deinen eigenen Strom

Energiewende selber machen – „Mach deinen eigenen Strom!“

Sehr gut „besuchter“ Onlinevortrag in Kooperation mit dem Allerwelthaus Hagen

Aus der Arbeitsgruppe „Stecker PV“ der Genossenschaft BEG-58 wurde am 10. Mai 21 ein Onlinevortag zu Steckergeräten von den Aktiven Josef Quanz und Matthias Chantrain organisiert und durchgeführt. Coronabedingte Verschiebungen des Termins und Änderungen der Veranstaltungsart führten schließlich zu einer Onlineveranstaltung, die von den Mitarbeiterinnen des Allerwelthauses (AWH) perfekt vorbereitet war. Über die internen Verteiler der BEG-58 und des AWH und die Presse hatten sich über 80 Personen für den Abend angemeldet.
Ab 18.55 Uhr konnte Frau Eckhoff vom AWH die Teilnehmenden in den Veranstaltungsraum lassen und begrüßen. Es hatten sich schließlich 65 Personen eingeloggt, vor mehreren Gräten saßen zwei Menschen, sodass wir auf über siebzig Teilnehmende kamen.

Frau Eckhoff erläuterte in Ihrer Begrüßung passende „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ – SDGs, und stellte den Abend in den globalen Zusammenhang der Agenda 21: Global Denken – lokal Handeln. Sie betonte besonders die Ziele:

  • Nr. 7: Nachhaltige und moderne Energie für alle – Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern
  • Nr. 13: Sofortmaßnahmen ergreifen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen
  • Nr. 10: Ungleichheit verringern – Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Auch die Ziele Nr. 1 – 4 „Armut beenden, Ernährung sichern, Gesundes Leben und Bildung für alle“ sind eng mit der Frage nach sauberer,regenerativer Energie verbunden.

In dem Vortrag wurde kurz auf die Situation der aktuellen Nutzung der Erneuerbare Energien in Deutschland und in Hagen eingegangen und die Notwendigkeit zum lokalen Handeln, auch durch die Politikerinnen der verschiedenen Ebenen, verdeutlicht. Die Arbeit der BEG-58, ihre Organisation und Möglichkeiten der Mitarbeit konnten inm 2. Teil des Vortrags hoffentlich zum Mitmachen motivieren. Der Schwerpunkt des Vortrages lag auf den Möglichkeiten, rechtlichen, technischen und baulichen Aspekten von Steckersolargeräten. Nach Ansicht von Frau Eckhoff waren die Teilnehmenden sehr interessiert, was auch in dem von Matthias Chantrain betreuten Chat deutlich wurde. Hier wurden weitere Fragen geklärt und Anregungen weiter geleitet. Abschließend konnten hoffentlich viele Bürgerinnen für die Photovoltaik begeistert werden.

Die Handouts des Vortrags zum herunterladen:

BEG-58 - Strategieworkshop 2021 - Zukunft planen

„Ich sehe, dass die BEG noch Zukunft hat!“

Strategieworkshop 2021

Am Samstag, dem 13. Februar, einem sonnigen Wintertag, wählten sich 32 BEG-Mitglieder in die Videokonferenz zum Online-Strategieworkshop ein.

Das Online-Format machte die „Anreise“ für alle sehr einfach. Selbst Mitglieder aus Bonn, Essen oder Hamm konnten trotz winterlicher Straßenverhältnisse teilnehmen.

Nach einer kurzen Begrüßung und einer Vorstellungsrunde ging es sofort um die zentralen Zukunftsthemen der BEG. Die Organisation und Aufgabenverteilung in der BEG, die Wirtschaftlichkeit neuer Solaranlagen und die Erschließung weiterer Geschäftsfelder.

Organisation und Aufgabenverteilung in der BEG-58

Die BEG-58 lebt vom unentgeltlichen Engagement ihrer Mitglieder mit zahlreichen Aufgaben. Zu nennen sind die kaufmännische Verwaltung, die Projektierung neuer Anlagen, die Kontrolle und Instandhaltung bestehender Photovoltaikanlagen, Führungsaufgaben oder die Öffentlichkeitsarbeit.

Bei diesen zentralen Aufgaben und darüber hinaus spielt natürlich das Engagement des Vorstandes eine entscheidende Rolle für die Zukunft der BEG.

Da sich die beiden Vorstandsmitglieder Rolf Weber und Rudolf Lüneborg Ende 2022 zurückziehen werden, stand die Verteilung der Aufgaben des Vorstandes im Fokus des Workshops.

Es wurde schnell klar, dass man die Personen nicht eins zu eins ersetzen kann, sondern dass die Aufgaben auf mehrere Mitglieder neu verteilt werden sollen. Erste Freiwillige bekundeten bereits im Workshop Interesse und erklärten sich bereit, in einzelne Aufgabenbereiche hineinzuschnuppern. In diesem Zusammenhang wurde auch diskutiert, wie man mehr Frauen für die Arbeit in der BEG-58 begeistern kann. Es gibt bereits einen Gender-Beirat der sich Gedanken machen wird, wie man die Beteiligung von Frauen erhöhen kann.

Das Thema Aufgabenverteilung und Umorganisation wird die BEG-58 noch einige Zeit begleiten. Der Strategieworkshop war der erste Schritt.

Wirtschaftlichkeit neuer Photovoltaikanlagen

Die BEG-58 baut und betreibt mit ihren Mitgliedern zur Zeit ausschließlich Solaranlagen, doch durch die immer weiter sinkende Einspeisevergütung wird der wirtschaftliche Betrieb bzw. der Bau neuer Anlagen immer schwieriger. Auch die sinkenden Komponentenpreise können das nicht kompensieren. Die bisher erzielte Rendite von ≥3% konnte nur durch das Mitmach-Photovoltaik Konzept und Mitgliederdarlehen erreicht werden. Diese Vorgehensweise wird aber für die Zukunft nicht mehr ausreichen, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern.

Peter Modrei stellte zukünftige Handlungsalternativen für die BEG-58 vor und zeigte deren Auswirkungen auf den Klimaschutz und die zu erwartenden Renditen auf.

Möglichkeiten zur Lösung des Wirtschaftlichkeitsproblems wären etwa:

  • den Weiterbau einstellen und nur existente Anlagen weiter verwalten
  • die angestrebte Rendite von 3,x% wird gehalten. D. h. es wird weitergebaut, auch wenn die neuen Einzelprojekte die 3% Rendite nicht erreichen, bis die Ist-Rendite über alle Anlagen auf knapp ≥3% abfällt.
  • die angestrebte Rendite wird auf 2.x% reduziert. D. h. es wird weiter gebaut, bis die Ist-Rendite über alle Anlagen auf knapp ≥2% abfällt.
  • BEG-58 wird zum Solarteur, d. h. Gründung einer Tochter GmbH, die selbst Solateur wird und kostengünstiger baut

Die Handlungsalternativen und deren Konsequenzen wurden im Workshop lebhaft diskutiert und danach wurde der Widerstand zu den einzelnen Ansätzen abgefragt. Die Abstimmung machte deutlich, dass der Ansatz, den Weiterbau einzustellen keine Alternative für die BEG-58 zu sein scheint. Am wenigsten Widerstand gab es bei den beiden Varianten mit der Reduzierung der angestrebten Rendite. Der Genossenschaftsführungskreis begrüßte dies und sieht darin eine Bestätigung ihres aktuellen Handelns.

Wie es konkret weitergeht, soll auf der nächsten Genossenschaftsversammlung entschieden werden.

Erschließung weiterer Geschäftsfelder

Als mögliche neue Geschäftsfelder wurden im Strategieworkshop Windkraftanlagen und e-Carsharing-Konzepte zur Diskussion gestellt. Weitere Ideen wurden vorgeschlagen.

Peter Modrei berichtete über drei Windenergieprojekte in Schwerte , Hemer und Iserlohn.

Er versucht zu erklären, dass die Energiewende nur mit Photovoltaik kaum gelingen wird, da insbesondere im Winterhalbjahr sehr wenig Sonnenstrom produziert wird, der Bedarf dann aber groß ist und noch weiterwachsen wird, auch durch die Sektorenkoppelung (E-Mobilität und Wärmepumpen). Peter Asmuth, der schon sehr viel Erfahrung mit Windkraftanlagen aus Aachen mitbringt erklärt dass gerade der Windstromertrag im Winterhalbjahr besonders hoch ist und perfekt Photovoltaik ergänzt. In Projekten dieser Art würde die BEG-58 vom Projektentwickler die fertige Windkraftanlage oder Anteile kaufen. Alle interessierten Bürger können dann als BEG-Mitglied Teilhaber und Nutzer der Windkraftanlagen werden Dieser Ansatz fördert die dezentrale und regionale Energiewende, da die Windkraftanlagen dann im Eigentum von Bürgern der Region und nicht von anonymen Investoren stehen. Es wird hervor gehoben , dass eine Anlage in etwa die gleiche Leistung hat wie alle bisher gebauten PV Anlagen der BEG zusammen und sogar über das Jahr gerechnet etwa doppelt soviel Strom erzeugt.

Der zeitliche Projektrahmen beläuft sich allerdings auch auf bis zu 10 Jahre.

Dieses Thema wurde kontrovers und lebhaft diskutiert. Es gab Windkraftbefürworter und -gegner. Aufgrund des Bekenntnisses zur Windkraft konnte die BEG-58 bereits neue Mitglieder gewinnen, allerdings besteht ebenso die Gefahr, bei Investitionen in Windkraft, Mitglieder zu verlieren.

Die Projektidee Windkraft soll weiter verfolgt und auf der nächsten Generalversammlung vorgestellt und diskutiert werden.

Rolf Weber stellte danach die Vianova eG vor. Diese neu gegründete Genossenschaft – die BEG-58 ist Gründungsmitglied – will mit ihren Dienstleistungen ihre Mitglieder mit professionellem Services für das e-Carsharing unterstützen.

Die Vianova eG wäre somit ein guter Partner für die BEG-58, um e-Carsharing in Bürgerhand in unserer Region umzusetzen. Auch dieses mögliche neue Geschäftsfeld wurde diskutiert und einige Workshopteilnehmer hatten sofort Ideen, wo man lokales e-Carsharing einführen könnte.

Als nächster Schritt wurde beschlossen, ein Online-Meeting mit der Vianova eG zu machen, um genauere Informationen zu erhalten und Fragen stellen zu können.

Der Vorschlag, das Projekt Steckersolarmodule in 2021 mit Aktionen weiter zu unterstützen, wurde sofort positiv aufgenommen. Einige Teilnehmer wollen Online-Seminare und Workshops speziell für Handwerker (z.B. Elektriker, Dachdecker, …) planen. Als neue Zielgruppe sollen Eigentumswohnungsbesitzer in 2021 angesprochen werden.

Der Workshop endete nach etwa fünf Stunden mit einer Feedbackrunde. Die Teilnehmer waren mit dem Workshop zufrieden, es gab keine nennenswerten technischen Probleme und die Diskussionen liefen zielstrebig und diszipliniert ab. Zusammenfassend wurde betont, dass es viele helfende Hände braucht, damit die BEG-58 auch in den kommenden Jahren durch eine nachhaltige, regionale und dezentrale Stromerzeugung erfolgreich einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Wer sich aktiv einbringen möchte, melde sich bitte bei Rolf Weber oder Peter Modrei.

Dodécanèse, Symi, Greece

Kalimera – Die BEG-58 stellt sich in Griechenland vor.

Energiegemeinschaften in der EU.

Um das Pariser Klimaschutzabkommen voranzutreiben, sollen in Europa auch Energiegemeinschaften gefördert werden. Somit können BürgerInnen und Kommunen in der EU den Klimaschutz selbst in die Hand nehmen.

Koordiniert und finanziert wird der dazu nötige grenzüberschreitende Wissens- und Erfahrungsaustausch durch Projekte der Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Eines der EUKI Projekte ist ENCREMENCO. Dieses Projekt vermittelt griechischen Kommunen und lokalen Beteiligten notwendiges Know-how über Energiegemeinschaften. Denn Griechenland hat 2019 ein Gesetz erlassen, das Kommunen erlaubt, sich an Energiegemeinschaften zu beteiligen, die ihren Energiebedarf aus erneuerbaren Energien decken und dazu Strom erzeugen, speichern, verteilen und liefern.

Deutscher Projektpartner für ENCREMENCO ist der Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV). Von diesem Verband ist die BEG-58 zusammen mit ein paar weiteren Genossenschaften gebeten worden, für potentielle Interessenten aus Griechenland die BEG-58 und ihre Vorgehensweise vorzustellen. Dies hat freundlicherweise Peter Modrei übernommen.

In einem Videovortrag stellt Peter Modrei die BEG-58 und die Projektarbeit detailliert vor und beantwortet weitere Fragen zur gesetzlichen Lage von Energiegenossenschaften in Deutschland.

Der Videovortrag wird am 11. Februar in Griechenland bei der Veranstaltung „Die Institution der Energiegemeinschaften auf dem Weg zur Energiewende in der Region Westmakedonien“ gezeigt.

This video is the contribution of the German Citizen Energy Cooperation BEG-58 to the EUKI‘s project ENCREMCO. This project provides municipalities and local stakeholders in Greece with the necessary know-how, awareness and capacity to implement the recently adopted legislation on energy communities.

Beitragsbild: Dimitris Kiriakakis