Aktuelles

BEG-58 überregional gefragt

Die Berichterstattungen und Anfragen zur BEG-58 nehmen zu.

Westfalenpost

Die Westfalenpost berichtete in ihrer 14-tägigen Nachhaltigkeitsserie im überregionalen Wirtschaftsteil am Freitag, den 05.11.2021 ausführlich zur BEG-58. Der Artikel wurde auch von mindestens einer anderen Zeitung (Iserlohner Kreisanzeiger) übernommen. Dies führte zu einem erheblichen Anstieg der Besuchszahlen auf unserer Webseite – 72 Zugriffe direkt am Freitag und 36 am darauffolgenden Samstag. Der Durchschnitt liegt bei 20 Besuchen. Siehe hierzu auch nachfolgende Statistik:

Besuchszahlen der Webseite beg-58.de

Die meisten Besucher kamen über die Suchmaschinen, da unsere Web-Adresse im Artikel nicht genannt wurde. Der Mitgliedsantrag wurde mehr als 20 mal heruntergeladen. 2 Wochen später können wir feststellen, dass mehr als 20 neue Mitglieder seit Erscheinen des WP-Artikels zur BEG-58 gefunden haben. Unsere Arbeit für den Klimaschutz überzeugt und immer mehr Menschen wollen dabei sein. Dies freut uns sehr.


Magazin innovation & energie

Titelbild des Magazins "innovation & energie" ist ein Foto mit unseren BEG-58-Aktiven Andreas Gluscenko und Annika Ebel.
Titelbild des Magazins „innovation & energie“ ist ein Foto mit unseren BEG-58-Aktiven Andreas Gluscenko und Annika Ebel.

Und da hat unser Mitmach-PV-Konzept so überzeugt, dass die Macher des Magazins uns in Aktion fotografieren wollten. So war der langjährige Fotograf des Magazins Frank Wiedemeier bei unserer Mitmach-Aktion auf der Kita Westenderweg in Herdecke am Samstag, den 16.10.2021 mit dabei und hat viele tolle Fotos gemacht, von denen einige hier zu finden sind:

https://www.energieagentur.nrw/content/anlagen/ie_2021-4_deu.pdf

Auch das nebenstehende Titelbild ist ein Foto mit unseren BEG-58-Aktiven Andreas Gluscenko und Annika Ebel.

Warum letzte Ausgabe? Zu unserem großen Bedauern löst die Landesregierung NRW die EA NRW zum Jahresende auf. Diese hat in den letzten Jahrzehnten gute Arbeit geleistet und insbesondere unsere Aufsichtsratsvorsitzende Beate Petersen hat sich gegen die Auflösung engagiert.


Jahrestagung des Solarfördervereins (sfv)

Bei der Einrichtung eines weiteren Büros des sfv in Sprockhövel kamen BEG-58-Aktive mit der Geschäftsführerin des sfv, Susanne Jung, ins Gespräch und berichteten u.a. von Mitmach-PV. Dies führte direkt zur Einladung des sfv an die BEG-58 auf ihrer diesjährigen Jahrestagung Anfang November das Konzept vorzustellen. Die Jahrestagung stand unter der Überschrift „Energiewende dezentral – gemeinsam Handeln gegen die Klimakrise“.

Das passt direkt zu uns. Von daher waren Matthias Chantrain und Rolf Weber sehr gerne bereit, die BEG-58 sowie Mitmach-PV vorzustellen. Die rund 40 Interessierten waren begeistert und zollten den Vortragenden Respekt für die Leistung der vielen unentgeltlich BEG-58-Handelnden. Seit 11 Jahren in etwa eine Anlage je Monat gebaut – das gibt es nicht so oft in Deutschland und ist ein Beitrag zur Umsetzung der sfv-Ziele.

Und der sfv war auch nicht ganz unbeteiligt an der Entwicklung der BEG-58: Vielfach gab es in den letzten 11 Jahren Fragen zum erneuerbaren Energie-Gesetz. Der sfv wusste immer Rat und wir konnten unsere Projekte aufgrund dessen weiterführen. Da war es für uns auch klar, dass die BEG-58 Mitglied des sfv wurde.

Das war wiederum der Grund dafür, dass wir nicht nur einen Vortrag gehalten haben, sondern auch aktiv an der Jahreshauptversammlung teilgenommen haben. In den Pausen und am Abend konnten wir weiter Netzwerken und die nächsten Einladungen sind schon unverbindlich zugesagt.

In der nachfolgenden Jahreshauptversammlung beteiligten sich Matthias und Rolf auch an der Wahl des neuen sfv-Vorstandes:

Jahrestagung_des_Solarfoerdervereins: v.l.n.r.: Professor Dr. Eberhard Waffenschmidt (Hochschullehrer für Elektrische Energietechnik) Dr. Thomas Bernhard (Arzt) Dipl.-ing. Susanne Jung (Agrar- und Umweltwissenschaftlerin) Dipl.-Finanzwirt Rainer Doemen (Beigeordneter) Dipl.-Ing. Ulrich Böke (Ingenieur für Elektrotechnik) Prof. Dr.-ing. Konrad Mertens (Hochschullehrer für Erneuerbare Energien) Prof. Dr.-ing. Christian Dick (Hochschullehrer für Elektrotechnik)
v.l.n.r.: Professor Dr. Eberhard Waffenschmidt (Hochschullehrer für Elektrische Energietechnik) Dr. Thomas Bernhard (Arzt) Dipl.-ing. Susanne Jung (Agrar- und Umweltwissenschaftlerin) Dipl.-Finanzwirt Rainer Doemen (Beigeordneter) Dipl.-Ing. Ulrich Böke (Ingenieur für Elektrotechnik) Prof. Dr.-ing. Konrad Mertens (Hochschullehrer für Erneuerbare Energien) Prof. Dr.-ing. Christian Dick (Hochschullehrer für Elektrotechnik)

Die Neubauaktivitäten laufen auch in 2021 auf vollen Touren.

Die sechs großen Dächer in Hagen Emst mit 273 kWp waren sicherlich der Höhepunkt im Frühjahr, über den an anderer Stelle schon berichtet wurde.

Dann folgte mal wieder in Herdecke ein Wohnhaus in der Zeppelinstr. 46 mit 23 kWp.

Und schließlich ging im September die Anlage auf einem Gebäude der en|wohnen in der Kölnerstraße in Ennepetal in Betrieb. Diese Anlage ist für uns mal wieder etwas Neues, erstens weil wir der Polizei auf das Dach gerückt sind, und zweitens weil wir sowohl das Ost-, das West- und das Süddach belegt haben. Durch die Nutzung der großen Ost- und Westdächer konnten wir immerhin 65 kWp installieren. Wir sind gespannt ob die Ertragsprognosen erfüllt werden.

Parallel dazu wurde wieder einmal als Mitmach-PV-Projekt das Dach der Kita Westenderweg in Herdecke mit 29 kWp bestückt. Allerdings verzögert sich noch die Inbetriebnahme durch Kapazitätsprobleme unseres Solarteurs.

Ausserdem wurde die Anlage auf dem Dach der Kaisberg Klinik in Hagen-Vorhalle begonnen. Dies ist das erste Projekt mit der AWO HA-MK. Leider ruhen aktuell dort die Arbeiten, weil die Anlieferung von benötigten Aluschienen nun schon dreimal verschoben wurde. Geplant sind dort 53kWp.

Wir wünschen unseren Aktiven bestes Wetter bei den hoffentlich bald weitergehenden Arbeiten….. und laden jedes interessierte Mitglied herzlich ein, mal Baustellenluft zu schnuppern.

Kontakt peter.modrei@beg-58.de, Tel. 0171 22 61 531.

Auf den Dächern der ha.ge.we in der Elmenhorststrasse in Emst wurde die bisher größte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 273 kWp in Betrieb genommen. Dazu trafen sich die aktiven Frauen und Männer der BEG-58.

BEG-58 Aktiventreff an der neuen PV Anlage in der Elmenhorststrasse

Anlage mit 273 kWp in Betrieb

Auf den Dächern der ha.ge.we in der Elmenhorststrasse in Emst wurde die bisher größte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 273 kWp in Betrieb genommen. Dazu trafen sich die aktiven Frauen und Männer der BEG-58. Mit ihnen freuen sich die Mieter und Mieterinnen der Gebäude, das auf ihren Dächern umweltfreundlich Strom produziert wird, der emissionsfrei von ihnen verbraucht werden könnte. Die neue Bundesregierung sollte die gesetzlichen Regelungen so gestalten, dass Mieter*innen auch an diesen Anlagen direkt partizipieren könnten, indem sie den Strom wie Hausbesitz*innen zu den günstigeren Konditionen nutzen. Auf dem Treffen wurde auf die erfolgreiche Kooperation mit der ha.ge.we hingewiesen, insgesamt 19 Anlagen mit einer Leistung von knapp 700 kWp sind mittlerweile realisiert und tragen zur Energiewende bei.

Rund 30 aktive Mitglieder sowie vom Hagener Solarinstallateur „Der Solarladen“ der Elektromeister Sontowski waren bei dem Treffen am Samstag, den 28.08.21 in Emst mit dabei. Sie konnten die Anlagen besichtigen und einige Fakten dazu erhalten:

  • Die Photovoltaikanlage hat eine Spitzenleistung von 273 kW und wird in einem Jahr insgesamt ca. 250.000 kWh Strom produzieren.
  • Dies entspricht bei Ersatz von Braunkohlestrom einer CO2– Einsparung von fast 1.280 Tonnen pro Jahr.
  • Rechnerisch kann diese Anlage damit den Bedarf von ca. 85 Durchschnittshaushalten decken, das wären alle Haushalte in diesen Häusern der ha.ge.we.
  • Gebaut wurden die Anlagen vom Solarladen Hagen. Um den Solarinstallateur zu unterstützen und um die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu gewährleisten, haben insgesamt 20 Mitglieder*innen der BEG-58 ehrenamtlich über 300 Stunden Arbeit eingebracht. So konnte die Anlage in nur 4 Wochen errichtet werden konnte (Link zum Bericht).
Rund 30 aktive Mitglieder sowie vom Hagener Solarinstallateur „Der Solarladen“ der Elektromeister Sontowski waren bei dem Treffen am Samstag, den 28.08.21 in Emst mit dabei. Sie konnten die Anlagen besichtigen und einige Fakten dazu erhalten.

Nach der Besichtigung ging es zum gemütlichen Teil in das Restaurant „GOLDSTÜCK“ in Emst/ Haßley.

Hier würdigte die Aufsichtsratsvorsitzende Beate Petersen das Engagement der Aktiven, sowohl beim Bau der Anlagen, aber auch die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Bürgerenergie Genoss*innen. Nur durch diesen Einsatz kann die BEG-58 so erfolgreich agieren. Über Neuigkeiten im PV- und Energiebereich, die politischen Rahmenbedingungen der Energiewende und vieles mehr wurde sich angeregt ausgetauscht.

Zufrieden traten gegen 15.00 Uhr die letzten Teilnehmer*innen die Heimreise – die zum Teil mit dem Rad gekommen waren, einer davon aus Wetter – an.

(Josef Quanz)

Das beigefügte Bild zeigt die Mitglieder des Genossenschaftsführungskreises (=Aufsichtsrat und Vorstand) der BEG-58, von links nach rechts: Anke Rudat, Peter Modrei, André Fastenrath, Beate Petersen, Roland Kirsten, Martin Bergmann, Rolf Weber und Peter Asmuth

Klimaschutz vor Geld

Die BEG-58 lebt es (vor)

Die diesjährige Generalversammlung der Bürger-Energie-Genossenschaft 58 (BEG-58) eröffnete Beate Petersen als deren Aufsichtsrats-Vorsitzende. Zur Einstimmung zeigte sie die Dringlichkeit eines Wandels aufgrund der fortschreitenden Klimakrise auf. Als Geschäftsführer der Lichtburg, die auch Mitglied der BEG-58 ist, stellte Marcus Boenig die vielfältigen Aktivitäten zur energetischen Sanierung des Veranstaltungsortes Stadtsaal Wetter vor. So vorbereitet wurden von den 74 anwesenden Mitgliedern wichtige Themen zur weiteren Entwicklung der BEG-58 diskutiert und entschieden.

Trotz unentgeltlicher Arbeit bei Projektierung und Verwaltung ist es seit einiger Zeit wirtschaftlich nicht mehr möglich, Photovoltaik (PV)-Anlagen auf angemieteten Dächern zu realisieren. Während beim Einfamilienhaus sich PV-Anlagen durch den Selbstverbrauch des solar erzeugten Stroms gut rechnen, ist es der BEG-58 bei der derzeitigen Gesetzeslage praktisch nicht möglich, den Strom an Mieter zu verkaufen, um so die ständig sinkenden Einspeisevergütungen auszugleichen.

Mit der im Jahr 2020 eingeführte Mitmach-Photovoltaik, bei der die BEG-58-Mitglieder beim Bau von Photovoltaikanlagen die Solarteure unterstützen und damit die unentgeltlich geleisteten Jahresarbeitsstunden auf 6.000 steigerten, in Verbindung mit günstigen Mitgliederdarlehen konnte gegengesteuert werden. Dennoch gab es einige Projekte, die über 20 Jahre nur kostendeckend arbeiten oder geringfügig darunter liegen. Bei anderen Unternehmen hat dies zur Einstellung beim Bau weiterer PV-Anlagen geführt. Bei der BEG-58 wurde auf der Generalversammlung dagegen die Frage diskutiert, ob in Anbetracht der obigen Sachverhalte weiter PV-Anlagen gebaut werden sollen.

Die Mitglieder haben sich für den Klimaschutz entschieden: Aufgrund der aktuellen durchschnittlichen Rendite von 3,54% über alle 127 PV-Anlagen dürfen in den nächsten 2 Jahren PV-Anlagen bis zu einer Gesamtleistung von 1.500 kWp auch mit Minus-Renditen gebaut werden! Dazu wurde zudem die bisher angestrebte durchschnittliche Rendite von >3% auf >2,5% gesenkt. Bei der Entscheidung stach das Argument, dass die Mitarbeit an der Energiewende Spaß 1macht und als bereichernd empfunden wird, hervor. Eine Teilnehmerin drückte es so aus:

„Beim Bau der PV-Anlage auf der Schule mitzuwirken, auf die ich gegangen bin, gibt mir ein gutes Gefühl und die Identifikation mit der BEG-58 steigt.“

Der Vorstand bedankte sich für das Votum, das mit 92% Zustimmung gefasst wurde, und ist jetzt auf der Suche nach weiteren Dächern.

Neben der Frage der Wirtschaftlichkeit der PV-Anlagen wurde auch darüber diskutiert, wie sich die BEG-58 zu geplanten Windkraftanlagen (WKA) in der Region verhalten will. Hier gab es eine noch höhere Zustimmung zu dem Beschlussantrag des Vorstandes, wonach zukünftig auch in genehmigte und geeignete Windkraftanlagen investiert werden könnte: „Die BEG-58 unterstützt gezielt neue Windkraftprojekte in unserer Region öffentlich und beteiligt sich auch finanziell, insofern sich wirtschaftliche Möglichkeiten ergeben.“ Einzelne Stimmen gab es, die darauf hinwiesen, dass WKA im persönlichen Wohnumfeld eher kritisch gesehen werden und von daher das Thema sehr sensibel zu handhaben sei. Dies sagte der neu in den Aufsichtsrat gewählte Peter Asmuth zu, der als ehemaliger Vorstand bei den Stadtwerken Aachen bereits für den Bau von rund 100 Megawatt Windkraftanlagen verantwortlich war.

Neben dem weiter auch am Gemeinwohl und dem Umstieg auf Energie aus erneuerbaren Quellen ausgerichteten genossenschaftlichen Satzungszweck ist die BEG-58 abermals Vorreiter in der Region: Gemäß Mitglieder-Beschluss aus 2018 erfolgt erstmals eine CO2-Kompensation: Mit Hilfe/Unterstützung der AVU wird der entstandene CO2-Fußabdruck der Generalversammlung ausgeglichen. Hierzu wurden insbesondere der Anreiseweg der Besucher*innen erfragt: Dabei kamen 516 Km zustande, die sich aus 40x mit PKW sowie 10x mit Bus oder Bahn ergaben. Zusätzlich wurde der geschätzte Energieaufwand der Räumlichkeiten sowie des ökologischen Caterings ermittelt. Dies ergab einen CO2-Fußabdruck von 665 Kg. Auch für den Energieversorger ist es eine Premiere, die Kompensation für eine Veranstaltung berechnen zu lassen. Wer sich genauer informieren will oder sogar die eigene CO2-Bilanz aufstellen möchte, schaue bitte bei http://www.avu.de/kompensation vorbei.

Natürlich gab es auch ganz normale Vorgänge auf der Generalversammlung:

  • Personalien:
    Die Mitglieder der Gremien Aufsichtsrat und Vorstand wurden auch im Rahmen der Generalversammlung 2021 von den Genossenschafts-Mitgliedern wieder dankend entlastet. Beate Petersen und André Fastenrath wurden einstimmig in den Aufsichtsrat – und erstere in der anschließenden Aufsichtsratssitzung zur Vorsitzenden – wiedergewählt. Großer Dank wurde auch allen 64 unentgeltlich tätigen BEG-58 Aktiven ausgesprochen.
  • betriebswirtschaftliches Ergebnis:
    Auch dieses Jahresergebnis konnte sich mit einem Gewinn von knapp 85.000 € sehen lassen. Es wurde eine Dividende von 3,2% beschlossen. Damit stieg die durchschnittliche Dividende seit Gründung der BEG-58 vor 11 Jahren auf 2,3%.
  • Gesellschaftliche Effekte – wie z.B. regionale Wertschöpfung:
    Die abgeführten Dachmieten und Gewerbesteuern steigen kontinuierlich: Für 2020 wurden 37.532 € zur regionalen Entwicklung beigesteuert.

Das beigefügte Bild zeigt die Mitglieder des Genossenschaftsführungskreises (=Aufsichtsrat und Vorstand) der BEG-58, von links nach rechts: Anke Rudat, Peter Modrei, André Fastenrath, Beate Petersen, Roland Kirsten, Martin Bergmann, Rolf Weber und Peter Asmuth.

Das Bild zeigt von links nach rechts Prof. Eike Weber, Dr. Ingo Stuckmann und mich (Rolf Weber). Foto: Marcus Hiersemann

Märkische Energietage in Iserlohn

Expertenaustausch zu den Themen Mobilität, Solarmodulproduktion und EEG-Umlage

Der grüne Direktkandidat des märkischen Kreises hatte die BEG-58 zu den märkischen Energietagen nach Iserlohn in das Hotel „Vierjahrszeiten“ eingeladen. Da Peter Modrei leider verhindert war, habe ich ihn vertreten.

Die Anreise mit Bus und Bahn war genau passend. Beim Zugang zum Hotel wurde es schwierig. Fußgänger kommen da wohl nie an und von daher bin ich zunächst 2x falsch eingebogen und letztlich durch einen Hintereingang endlich ins Hotel gekommen.

Der Besuch der Veranstaltung war spärlich, dafür die Vortragenden fachlich ausgesprochen auf der Höhe der Zeit. Neben Martin Isbruch, der sehr kompetent die aktuelle Situation zur Mobilität in der Region ausführte und konkrete Verbesserungen vorstellte, beeindruckte mich insbesondere Prof. Eike Weber, ehemaliger Leiter des Fraunhofer-Institutes für solare Energien. Neben seinen profunden Ausführungen zur Klimaentwicklung stellte er auch die Heterojunction-Technologie vor. Diese soll uns nach dem durch den Gesetzgeber verursachten Niedergang der deutschen Solarindustrie ein „Windows of Opportunity“ ermöglichen. Die Umstellung der Solarmodulproduktion für die im Weltmarkt vorherrschenden Chinesen auf diese neue Technik soll sehr aufwendig und teuer sein, so dass Europa, wenn es denn jetzt endlich konkret handelt, wieder mitmischen kann. So unterstützt Eike Weber den Aufbau einer Solarmodulproduktion in Mönchengladbach und sammelt dafür fleißig „Letter of intents“ von potentiellen Käufern.

In meinem Part machte ich insbesondere auf die ungerechte Behandlung bei der Nutzung von Solarstrom vom eigenen Dach zwischen Hauseigentümern und Mietern aufmerksam. Eigentümer zahlen auf diesen Solarstrom keine EEG-Umlage, während Mieter diese zahlen müssen. Eine Ungerechtigkeit sondergleichen. Dabei zeigte sich auch der Grünen-Kandidat Dr. Ingo Stuckmann gut im Stoff, der das Thema um Solarstrom im Quartier ergänzte.

Zum Abschluss hatte ich dann noch einmal Glück. Unser Netzwerkpartner von „Kultur und Natur Drüpplingsen“ brachte mich gerade noch rechtzeitig zum Bahnhof, so dass ich nicht eine Stunde warten musste.

Das Bild zeigt von links nach rechts Prof. Eike Weber, Dr. Ingo Stuckmann und mich (Rolf Weber). Foto: Marcus Hiersemann

Rolf Weber

26.09.2021

Plakat zum Thema Klimaschutz zur Bundestagswahl 2021

Plakat-Aktion der BEG-58

Erklärt das euren Enkeln!

Die BEG-58 hat sich an der Plakataktion „Klimawahl“ des SFV beteiligt, und zwar mit Plakaten in Hagen und Iserlohn. Siehe auch diese Karte.

Folgende Pressemitteilung haben wir mit Fotos der jeweiligen lokalen Presse zugesendet:

„Dieses Plakat trägt kein Parteilogo und auch kein Gesicht eines Kandidaten. Stattdessen schauen uns Kinder des Jahres 2045 an. Damit rücken wir das Thema Klimaschutz in den Fokus! Wir müssen und wollen jetzt handeln, um ihnen ein Leben auf dem gleichen materiellen Wohlstandsniveau zu ermöglich, was uns von unseren Eltern geschenkt worden ist. Da es in der jüngsten Vergangenheit an vielen Stellen Plakate mit unsachlichen Aussagen gab – und dies von Aufstellern, die anonym blieben – leben wir hiermit das transparente Gegenteil. Wir, der Aufsteller dieses Plakats, sind die Bürger-Energie-Genossenschaft 58. Wir machen keine Werbung für eine Partei oder einen Kandidaten. Wir werben dafür, dass die Themen entscheidend sind. Wir wissen, dass es noch weitere wichtige Themen gibt. Wir halten den Klimaschutz aber für das Wichtigste, weil damit die Zukunft unserer Zivilgesellschaft gesichert werden kann.

Wir finden es unerquicklich wenn sich die Diskussion im Wahlkampf im Wesentlichen um die Kandidaten dreht, wer wo geboren ist, wo wohnt, welches Buch geschrieben hat, wann gelacht hat oder keine Berufsausbildung hat. Für uns sind die politischen Inhalte wichtig. Um unseren Planeten möglichst lange bewohnbar zu halten muss das Klima geschützt werden. Wie wir finden ist  eine CO2 freie Stromerzeugung ein ganz wesentlicher Faktor dabei. Wir führen diese Plakataktion in den Kommunen unserer 58-er Heimat durch, die einen besonders kleinen Anteil an CO2 frei erzeugtem Strom haben. In unserer Region mit unter 10%, im Vergleich zu Deutschland mit inzwischen rund 45%!“

Plakat zum Thema Klimaschutz zur Bundestagswahl 2021
Das Foto zeigt von links nach rechts den Vorsitzenden Rolf Weber, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Ingrid Klatte und unser Mitglied Karl-Friedrich Stock.
Hatopia - Ökopioniere in Hagen

Ökopioniere in Hagen

HATOPIA stellt 4 nachhaltige Unternehmen vor

Das Team von HATOPIA.DE hat sich in Hagen auf den Weg gemacht und Ökopioniere in der Stadt besucht und dazu einen gelungenen Film gedreht, der auf YouTube (siehe unten) zu sehen und wenn gemocht zu liken ist.
Eine sehr wichtige Aufgabe stellt uns die Energiewende. Zwei Pioniere aus diesem Bereich werden vorgestellt.

  1. Peter Scheene mit seiner Firma Scheene Gebäudereinigung, ist damit auf einem beispielgebenden Weg. Er versucht CO2 Neutralität im Betrieb, aber auch für den Privatbereich seiner Mitarbeitenden zu gewährleisten.
    E-Mobilität und Photovoltaikanlagen sind nur zwei Mosaiksteine seiner Aktivitäten.
    „Die starke Umweltbelastung durch hochgifitige Chemiekalien und der enorme CO2- Ausstoß schädigen die Ökologie und tragen einen Großteil zur Klimaerwärmung bei. Wir möchten unseren Anteil dieser Umweltbelastung minimieren und setzten uns das Ziel eines umweltfreundlichen und ökologischen Reinigungsbetriebes in Hagen. Unsere Betriebsfahrten führen wir ausschließlich mit Elektroautos durch, um den CO2-Ausstoß zu vermeiden. Wir sind unserer Verantwortung bewusst und benutzen nur ökologisch verträgliche Reinigungsmittel.“ erklärt das Unternehmen auf seiner Homepage.

    Herzlichen Glückwunsch Peter von der BEG-58, der du natürlich als Genosse angehörst und die du tatkräftig als Mitmach PVler unterstützt.

  2. Die BEG-58 wird ab 14:35 dargestellt, besonderer Wert wird dabei auf das Engagement im Bereich der PV, dem Ehrenamt und der Gemeinwohl-Orientierung unseres Tuns gelegt.

Nachhaltiges Einkaufen in Hagen

Wir wünschen den beiden besonderen Geschäften in Wehringhausen und Haspe viel Erfolg und möglichst viele Kund*innen:

LESS WASTE STORE in der Hasper Fußgängerzone
natürlich unverpackt in Wehringhausen

Mann sitzt auf Bank und liest Zeitung

Die BEG-58 in den Medien – mit Hintergründen

Bereits Anfang des Jahres wurde die BEG-58 nochmals in einer Broschüre der Energie-Agentur referenziert. In der Broschüre „Bürgerenergie in Nordrhein-Westfalen“ wird auf Seite 12 das „klassische Modell“ der Photovoltaik Volleinspeisung anhand der BEG-58 vorgestellt. Da dieses klassische Modell betriebswirtschaftlich nicht mehr funktioniert, unterstützen zum einen unsere Mitmach-Aktiven. Zum Anderen sehen wir es aber auch als sinnvoll an, über die Renditeerwartungen unserer Mitglieder zu sprechen. Von daher haben wir dies in das Vorprogramm sowie als Beschlussvorlage für die Generalversammlung aufgenommen.


Auch Anfang des Jahres hat sich die BEG-58 in Presseartikeln in Iserlohn sowie in Schwerte aktiv für die Nutzung der Windenergie auch in unserer Region ausgesprochen. Dies war zuvor ausführlich im Genossenschaftsführungskreis, dem Vorstand und Aufsichtsrat angehöhren, diskutiert worden. Dies führte beim Strategietreffen allerdings zur Gegenrede, so dass wird das Thema „Windenergie“ in das Vorprogramm sowie als Beschlussvorlage für die Generalversammlung 2021 aufgenommen haben.


Die BEG-58 ist Mitglied im Genossenschaftsverband. Dieser hat im letzten Jahr als erster Genossenschaftsverband in Deutschland einen Nachhaltigkeitsrat eingerichtet. Vielleicht hat unser Vorsitzender Rolf Weber etwas dazu beigetragen, da er in den letzten Jahren in der jährlichen Vollversammlung der rund 2.600 Genossenschaften das Thema Nachhaltigkeit immer wieder hinterfragt hat. Rolf wurde auch gebeten, sich beim Nachhaltigkeitsrat zu beteiligen und die Mitglieder des Nachhaltigkeitsrats und deren Genossenschaften werden jetzt sukzessive in der Verbandszeitschrift vorgestellt. Dies führte zu einem zweiseitigen Artikel über die BEG-58 in der Verbandszeitschrift Genial.


Das erste soziale Unternehmen hat mit uns einen Rahmen-Dachnutzungsvertrag abgeschlossen und die erste Anlage ist fertig: Bei der AWO, Unterbezirk Ennepe-Ruhr wurde auf dem Dach der Kita Schmandbruch eine 26 kWp-Südanlage installiert. Darüber wurde ganz aktuell am 24.08.2021 in der Lokalpresse informiert, zum Beispiel in der Westfalen Post.

Bei der AWO, Unterbezirk Ennepe-Ruhr wurde auf dem Dach der Kita Schmandbruch eine 26 kWp-Südanlage installiert.
Das Foto zeigt an Erwachsenen von links nach rechts: Rolf Weber (BEG-58), Charline Küpper (Kita-Leiterin), Jürgen Blasius (Solarteur), Carsten Welge (BEG-58), Jochen Winter (Geschäftsführer AWO EN), René Röspel (Aufsichtsratsvorsitzender AWO EN). Im Vordergrund: Kita-Kinder, die sich bereits mit der Sonne beschäftigt haben, wie die schönen Bilder zeigen.

Wir freuen sehr über diese Kooperation, zeigt sie doch, dass „sozial“ und „ökologisch“ sich gegenseitig unterstützen kann. Hier, indem von einem sozialen Unternehmen ein Dach für die Gewinnung von Solarstrom zur Verfügung gestellt wurde und der im Gebäude verbrauchte Solarstrom der Kita auch verkauft wird.


In Iserlohn konnte die BEG-58 mit ihren „Mitmach-Aktiven“ punkten, indem diese beim Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schwimmvereins I 95 mithalfen. Hier unterstützten also die „ökologisch Aktiven“ die „sozial Aktiven“, die den Bürgern ein Freibadvergnügen anbieten und dabei mit ihrer eigenen Photovoltaikanlage den externen Strombedarf senken. So ergänzt sich zunehmend „sozial“ und „ökologisch“.


Die erste Buch-Referenz zu uns ist im Mai 2021 erschienen: Stefan Hoffmann von der Bürger-Energie Lüdenscheid eG (https://bel-eg.de) hat das Buch „Gründet Genossenschaften“ geschrieben, welches im oekom-Verlag erschienen ist, siehe https://www.oekom.de/buch/gruendet-genossenschaften-9783962383107. An zwei Stellen wird auf die BEG-58 verwiesen:

  • Seite 35:
    „Über die inhaltliche Arbeit von Energiegenossenschaften hinaus hat die Gemeinschaftsstiftung BürgerEnergie einen Rahmen geschaffen, der es Bürgern ermöglicht, ihr Geld auch generationsübergreifend in den Dienst der Energiewende zu stellen. Hierüber können Genossenschaftsanteile an ein Sondervermögen der GLS Treuhand übertragen werden.“
  • Seite 42:
    „Ein Musterbeispiel solch themenübergreifender Zusammenarbeit im Genossenschaftswesen ist die BEG-58 aus Wetter an der Ruhr. Ein Großteil ihrer über 100 PV-Anlage hat sie auf Dächern mehrerer Wohnungsgenossenschaften in der Region errichtet.“

Beide Bezüge sind mit diesbezüglichen Links zu unserer Webseite versehen.

Beitragsbild: Roman Kraft von Unsplash