Aktuelles

Die BEG-58 stellt Stecker-Solar-Module auf dem Gevelsberger Umweltmarkt 2022 vor.

Gevelsberger Umweltmarkt

Die erste Veranstaltung des Jahres für die BEG-58

Bereits vor dem offiziellen Frühlingsbeginn trafen sich BEG-58-Aktivisten am 13. März und suchten das Gespräch mit den Besuchern des „Gevelberger Frühlings“. Die Ansprechbarriere war angesichts der aktuell historisch hohen Energiepreise extrem niedrig, da das Thema Energie als Gesellschaftsthema, auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges, angekommen ist.

Die Gesprächspartner waren überrascht, wie gering die Anschaffungskosten der Stecker-Solar-Module sind, hatten jedoch oftmals Bedenken, ob diese vom Vermieter akzeptiert werden. Nach diesem Tage wird hier wohl so manche Diskussion zwischen Mieter und Vermieter zur Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz statt gefunden haben.

Das Wetter war traumhaft und die Stimmung vorsichtig optimistisch, was die Corona-Lage angeht.

Einige tiefer gehende Gespräche gab es in Bezug auf unsere Energiegenossenschaft BEG-58. Hier dürfte gewiss auch der ein oder andere Besucher überlegen, ob eine Investition in eine zukunftsorientierte Idee mit Rendite die bessere Alternative zum Sparbuch ist. Wir sind sehr gespannt, welche Personen wir bei der nächsten Hauptversammlung begrüßen dürfen, mit denen wir an diesem Tage gesprochen haben.

BürgerEnergie Genossenschaft–58 begrüßt 500. Mitglied

Essener wird im Januar 2022 als 500. Bürger–Energie-Genosse begrüßt.

Die Energiewende lokal mitgestalten, als Bürger selbst aktiv und Teil dieser großen Trans­formation zu sein, bewegte Jürgen Möllmanns im Januar 2022 auch Mitglied bei der BEG-58 zu werden.

Die BEG-58 betreibt 128 PV Anlagen, erzeugt damit Strom aus Sonnenenergie lokal, kli­maschonend, versorgt damit rechnerisch ca. 3000 Haushalte und schafft Wertschöpfung in der Region. Ursprünglich haben sich die Gründer*innen 2011 auf den Postleitzahlbezirk 58 beschränken wollen, aber die Aktiven in der Genossenschaft motivieren weit darüber hin­aus Menschen Mitglied zu werden. „Meine Frau ist schon seit 2020 Mitglied in der BEG-58. Wir suchten Möglichkeiten etwas Geld sinnvoll anzulegen. In Essen und Umgebung fanden wir keine passende Genossenschaft, aber die Aktivitäten der BEG-58 entsprachen unseren Vorstellungen“ erklärt Jürgen Möllmanns im Gespräch mit Josef Quanz von der BEG-58. Familie Möllmanns betreibt selbst zwei kleine PV Anlagen, aber das war ihnen zu wenig.

Jürgen Möllmann ist das 500ste Mitglied der BEG-58.
Jürgen Möllmanns ist das 500. Mitglied der BEG-58.

Jürgen Möllmanns besuchte im Oktober 2021 die Jahreshauptversammlung der Genos­senschaft in Wetter und das virtuelle Planungstreffen für das Jahr 2022 der Aktiven im Ja­nuar 22. „Dort haben mich die Mitglieder sehr beeindruckt. Hier waren fachlich sehr kom­petente Menschen, die mit großem Engagement ehrenamtlich eine große Energie Genos­senschaft bewirtschaften.“ In der Genossenschaftsversammlung gilt das demokratische Prinzip: ein Mensch eine Stimme, das Motto der BEG-58 Energiewende in Bürgerhand, kli­mafreundlich, regional, rentabel in Kooperation vor Konkurrenz. „Da möchte ich mitma­chen und mich engagieren.“ Um auch bei der BEG-58 Gruppe Mitmach PV auf den Dä­chern der Region den lokalen Handwerkern*innen mit kleinen Arbeiten zur Seite zu ste­hen, vielleicht eine Anlage als Inspekteur einmal im Jahr zu überprüfen, muss er Genosse werden. Denn nur so ist er auch über die Genossenschaft bei seinen ehrenamtlichen Tä­tigkeiten versichert. Also füllt Jürgen Möllmanns den Antrag auf einen eigenen Genossen­schaftsanteil aus, sendet ihn an den ehrenamtlichen Mitgliederbetreuer und ist sehr über­rascht als 500. Mitglied besonders begrüßt zu werden. Die Zuwachsraten der Mitglieder*innen in der BEG-58 sind im letzten Jahr zweistellig. Es kamen 94 neue Frauen und Männer dazu. Die Anzahl der Mitglieder wuchs damit um fast ein Viertel an. Etwa 70 Aktive leisten jährlich mit gut 2 Personenjahren ein enormes ehrenamtliches – für alle unentgeltliches – Engagement.

Jürgen Möllmanns Wünsche werden in der BEG-58 gelebt und umgesetzt. Dazu muss die neue Bundesregierung in die Verantwortung genommen werden, die Wirtschaft und Ener­giewende hin zu einer nachhaltigen, sozial gerechten am Gemeinwohl orientierten Wirt­schaft umzubauen. Und das nicht nur im PLZ-Bereich 58, sondern für alle Menschen auf der Welt – auch für die Kinder und Enkel. Er wünscht sich, dass die Regierungen in Deutschland das Tempo hoch halten bzw. hoch bringen und dass wir als Bürger*innen da­für den Druck aufrechterhalten, aber jeder selbst auch an seiner Stelle aktiv wird, z.B. durch die energetische Sanierung des Eigenheims, durch ein verändertes Verhalten in den Bereichen Verkehr und Ernährung oder durch ein Stecker-PV Gerät an dem Balkon oder im Garten. Siehe hierzu auch unsere Informationen zu Stecker-Solaranlagen .

„Wir müssen in allen Bereichen der erneuerbaren Energien (EE) investieren: PV Anlagen auf Dächern, Freiflächen, Parkplätzen bauen, aber auch die Windenergie unterstützen um die Transformation zu schaffen; wir müssen hier für Akzeptanz sorgen. Der geplante neue Beschluss, die Ausschreibungspflicht für PV Freiflächenanlagen bis 6 MW für BEGs abzu­schaffen, ist eine gute Maßnahme der neuen Bundesregierung, die Bürger*innen über Energiegenossenschaften demokratisch zu beteiligen.“ berichtet Jürgen Möllmanns aus seiner ersten Sitzung als Mitglied im Geschäftsfeld Photovoltaik.

Die BEG-58 beglückwünscht das 500. Mitglied und freut sich darüber, dass die Ausstrah­lung der Genossenschaft weit über den PLZ Bereich 58 hinaus nach NRW reicht und freut sich über jede*n neue*n Genossen*in.

Josef Quanz Feb. 22

Solaranlage der BEG-58 auf dem Dach der Kaisberg KLinik in Halle Vorhalle

Ein Projekt mit der AWO HA-MK

Solaranlage auf dem Dach der Kaisberg Klinik

Nachdem wir im letzten Jahr die erste Kita der AWO EN mit einer PV Anlage in Wetter-Schmandbruch belegen konnten, ist nun auch ein Projekt mit der AWO HA-MK realisiert worden. Es handelt sich um die Kaisberg Klinik in Hagen-Vorhalle.

Leider verzögerten sich die Materiallieferungen mehrfach, so dass es eine Winterbaustelle wurde. Bei glücklicherweise trockenem Wetter konnten wir dann die Anlage mit einem dreitägigen Endspurt am 26.01.2022 fertigstellen. Nachdem der Netzbetreiber Enervie dann auch noch Probleme bei der Beschaffung der richtigen Mess-Wandler hatte, konnte die Anlage endlich im Februar an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden.

Von Oktober bis Januar arbeiteten insgesamt 18 unserer Mitglieder an 240 Stunden um die Anlage mit insgesamt 148 Modulen aufzustellen. Eine tolle Leistung, insbesondere auch, weil das Dach nicht ganz „einfach“ war. Es ist sehr langgestreckt und hatte schon einige andere „störende“ Aufbauten. Das ist nun unsere 128. Anlage und bringt wieder ein ganz kleines Stück Klimaschutz. Der Bau hat den Beteiligten mal wieder viel Spass gemacht; auch weil wir von der Klinik gut bekocht wurden. Der Strom der 56 kWp-Anlage wird teilweise in der Klinik direkt verbraucht und an diese verkauft.

In diesem Jahr möchten wir unsere Solateure, die extrem ausgelastet sind, in noch weiteren Projekten unterstützen…. Wer also Lust hat im Frühling/Sommer mit auf Dächer zu steigen, um mitzuhelfen ist herzlich willkommen; denn es gibt noch viel zu tun…….Vorkenntnisse sind nicht nötig…bitte kurz melden bei

Peter Modrei
Auf der Emst 75
58638 Iserlohn
peter.modrei@beg-58.de
Tel.: 0171 22 61 531

BEG-58 Online Strategietreffen 2022: Wie sieht die Zukunft der BEG-58 aus?

Sonnige Zukunft

Online-BEG-58-Strategietreffen 2022

Ein voller Erfolg war das gut vorbereitete Online-BEG-58-Strategietreffen von gut 30 BEG-58-Aktiven und Interessierten am 15. Januar d.J.

10 Jahre BEG-58 sind ein guter Anlass, über die Zukunft der nächsten 10 BEG-58-Jahre zu debattieren sowie Vorschläge und Anregungen zu Geschäftspolitik und neuen Geschäftsfelder zu sammeln.

Die Teilnehmer*innen-Beiträge ergaben erfreulich vielfältige Anregungen.

Die wichtigsten Aussagen:

  • Die erfolgreiche Arbeit der BEG-58 soll fortgesetzt, weitere Dach-PV-Anlagen gebaut sowie weitere Geschäftsfelder erschlossen werden. Klimaschutz soll weiterhin die höchste Priorität haben.
  • Planung und Bau von Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen (FFL-PV) sollen forciert werden. Es wird aktive Flächen-Aquise in den umliegenden Gemeinden betrieben (ein konkretes Projekt in Letmathe/Iserlohn könnte dieses Jahr baureif werden). Die Entwicklungen bei Agrar-und Floating-PV sollen intensiv beobachtet werden.
  • Mit großer Zustimmung wird ein Einstieg in die Windkraft unterstützt. Hierzu wird ein eigener Arbeitskreis gebildet.
  • Wegen der deutlich höheren Kapitaleinsätze für Windkraft und große FFL-PV Anlagen ergeben sich auch höhere Geschäfts-Risiken. Dem könnte mit haftungsrechtlich eigenständigen Unternehmensteilen begegnet werden.
  • Ein vielfach angesprochenes Thema ist die Stromspeicherung. Hier sind Möglichkeiten in Verbindung mit Mieterstrom und E-Mobilität zu erwarten. Sowohl die technische als auch die gesetzliche Entwicklung werden beobachtet.
  • Große Hoffnungen werden auf eine praktikable Mieterstrom-Regelung der neuen Bundesregierung gesetzt. Viele unserer PV-Anlagen befinden sich auf Dächern von Wohnungs-Gesellschaften. Praktikable Mieterstrom-Regeln würden Zusatzerträge bringen. Ein interessanter Hinweis in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit, unsere PV-Anlagen in sog. „Energetische Quartiers-Projekte“ einzubinden (Strom/Wärme Verbünde). Die Verknüpfung unserer PV-Anlagen mit Wärmepumpen kann, wo möglich, interessant sein.
  • Die Strompreise an der Leipziger Strombörse sind deutlich gestiegen. Vermutlich wird das so bleiben, wenn auch nicht in der augenblicklichen Höhe. Ein Verkauf unseres Stroms in der sogenannten Direktvermarktung (wird über die Leipziger Strombörse abgewickelt; direkt hat für uns eigentlich eine andere Bedeutung!) ist derzeit für einige unserer Anlagen geplant und könnte zukünftig noch attraktiver werden. Das könnte dann auch für Altanlagen, die aus der EEG-Förderung fallen, interessant werden.

Personalentwicklung:

Ein wichtiges Thema war die Personal-Ausstattung der zukünftigen BEG-58.

Schon beim jetzigen Geschäftsumfang stößt die rein unentgeltliche Arbeit an ihre Belastungsgrenze. Zunächst wird durch weitere Arbeitsverteilung auf mehr Schultern darauf reagiert. Als Grundlage diente dazu u.a. die nachfolgende Aufbauorganisation der BEG-58:

BEG-58 Aufbauorganisation

Ein umfangreiches Personaltableau mit vielen Freiwilligen wurde auf dieser Basis im 2. Teil des Treffens erstellt. Mit rund 20 Meldungen zur Übernahme von Aufgaben (von den 30 Teilnehmer*innen) haben sich erfreulich viele Mitglieder zur aktiven Mitarbeit bereit erklärt.

Zu guter Letzt:

Die Eheleute Kingreen erinnern an die von ihnen initiierte Gemeinschaftsstiftung Bürgerenergie, in die die Genossenschaftsanteile gegeben werden können, um nach dem Ableben weiterhin für die BEG-58 und Klimaschutz zur Verfügung zu stehen. Siehe hierzu auch: Gemeinschaftsstiftung BürgerEnergie

Fazit:

Die BEG-58 ist wirtschaftlich und personell gut aufgestellt. In der nahen Zukunft warten viele interessante Entwicklungsmöglichkeiten und neue Geschäftsfelder aber auch Risiken auf die BEG-58.

Sowohl die allgemeine positive Stimmungslage in der Gesellschaft für mehr Klimaschutz als auch die Pläne der neuen Bundesregierung sind Rückenwind für eine positive, sonnige Zukunft der BEG-58.

Ein großer Dank gebührt den Teilnehmer*innen für ihre profunden, zukunftsweisenden Sachbeiträge und ihre Bereitschaft, sich einzubringen.

31.01.2022
Gerhard Rudat, Peter Modrei und Rolf Weber.

BEG-58 überregional gefragt

Die Berichterstattungen und Anfragen zur BEG-58 nehmen zu.

Westfalenpost

Die Westfalenpost berichtete in ihrer 14-tägigen Nachhaltigkeitsserie im überregionalen Wirtschaftsteil am Freitag, den 05.11.2021 ausführlich zur BEG-58. Der Artikel wurde auch von mindestens einer anderen Zeitung (Iserlohner Kreisanzeiger) übernommen. Dies führte zu einem erheblichen Anstieg der Besuchszahlen auf unserer Webseite – 72 Zugriffe direkt am Freitag und 36 am darauffolgenden Samstag. Der Durchschnitt liegt bei 20 Besuchen. Siehe hierzu auch nachfolgende Statistik:

Besuchszahlen der Webseite beg-58.de

Die meisten Besucher kamen über die Suchmaschinen, da unsere Web-Adresse im Artikel nicht genannt wurde. Der Mitgliedsantrag wurde mehr als 20 mal heruntergeladen. 2 Wochen später können wir feststellen, dass mehr als 20 neue Mitglieder seit Erscheinen des WP-Artikels zur BEG-58 gefunden haben. Unsere Arbeit für den Klimaschutz überzeugt und immer mehr Menschen wollen dabei sein. Dies freut uns sehr.


Magazin innovation & energie

Titelbild des Magazins "innovation & energie" ist ein Foto mit unseren BEG-58-Aktiven Andreas Gluscenko und Annika Ebel.
Titelbild des Magazins „innovation & energie“ ist ein Foto mit unseren BEG-58-Aktiven Andreas Gluscenko und Annika Ebel.

Und da hat unser Mitmach-PV-Konzept so überzeugt, dass die Macher des Magazins uns in Aktion fotografieren wollten. So war der langjährige Fotograf des Magazins Frank Wiedemeier bei unserer Mitmach-Aktion auf der Kita Westenderweg in Herdecke am Samstag, den 16.10.2021 mit dabei und hat viele tolle Fotos gemacht, von denen einige hier zu finden sind:

https://www.energieagentur.nrw/content/anlagen/ie_2021-4_deu.pdf

Auch das nebenstehende Titelbild ist ein Foto mit unseren BEG-58-Aktiven Andreas Gluscenko und Annika Ebel.

Warum letzte Ausgabe? Zu unserem großen Bedauern löst die Landesregierung NRW die EA NRW zum Jahresende auf. Diese hat in den letzten Jahrzehnten gute Arbeit geleistet und insbesondere unsere Aufsichtsratsvorsitzende Beate Petersen hat sich gegen die Auflösung engagiert.


Jahrestagung des Solarfördervereins (sfv)

Bei der Einrichtung eines weiteren Büros des sfv in Sprockhövel kamen BEG-58-Aktive mit der Geschäftsführerin des sfv, Susanne Jung, ins Gespräch und berichteten u.a. von Mitmach-PV. Dies führte direkt zur Einladung des sfv an die BEG-58 auf ihrer diesjährigen Jahrestagung Anfang November das Konzept vorzustellen. Die Jahrestagung stand unter der Überschrift „Energiewende dezentral – gemeinsam Handeln gegen die Klimakrise“.

Das passt direkt zu uns. Von daher waren Matthias Chantrain und Rolf Weber sehr gerne bereit, die BEG-58 sowie Mitmach-PV vorzustellen. Die rund 40 Interessierten waren begeistert und zollten den Vortragenden Respekt für die Leistung der vielen unentgeltlich BEG-58-Handelnden. Seit 11 Jahren in etwa eine Anlage je Monat gebaut – das gibt es nicht so oft in Deutschland und ist ein Beitrag zur Umsetzung der sfv-Ziele.

Und der sfv war auch nicht ganz unbeteiligt an der Entwicklung der BEG-58: Vielfach gab es in den letzten 11 Jahren Fragen zum erneuerbaren Energie-Gesetz. Der sfv wusste immer Rat und wir konnten unsere Projekte aufgrund dessen weiterführen. Da war es für uns auch klar, dass die BEG-58 Mitglied des sfv wurde.

Das war wiederum der Grund dafür, dass wir nicht nur einen Vortrag gehalten haben, sondern auch aktiv an der Jahreshauptversammlung teilgenommen haben. In den Pausen und am Abend konnten wir weiter Netzwerken und die nächsten Einladungen sind schon unverbindlich zugesagt.

In der nachfolgenden Jahreshauptversammlung beteiligten sich Matthias und Rolf auch an der Wahl des neuen sfv-Vorstandes:

Jahrestagung_des_Solarfoerdervereins: v.l.n.r.: Professor Dr. Eberhard Waffenschmidt (Hochschullehrer für Elektrische Energietechnik) Dr. Thomas Bernhard (Arzt) Dipl.-ing. Susanne Jung (Agrar- und Umweltwissenschaftlerin) Dipl.-Finanzwirt Rainer Doemen (Beigeordneter) Dipl.-Ing. Ulrich Böke (Ingenieur für Elektrotechnik) Prof. Dr.-ing. Konrad Mertens (Hochschullehrer für Erneuerbare Energien) Prof. Dr.-ing. Christian Dick (Hochschullehrer für Elektrotechnik)
v.l.n.r.: Professor Dr. Eberhard Waffenschmidt (Hochschullehrer für Elektrische Energietechnik) Dr. Thomas Bernhard (Arzt) Dipl.-ing. Susanne Jung (Agrar- und Umweltwissenschaftlerin) Dipl.-Finanzwirt Rainer Doemen (Beigeordneter) Dipl.-Ing. Ulrich Böke (Ingenieur für Elektrotechnik) Prof. Dr.-ing. Konrad Mertens (Hochschullehrer für Erneuerbare Energien) Prof. Dr.-ing. Christian Dick (Hochschullehrer für Elektrotechnik)

Die Neubauaktivitäten laufen auch in 2021 auf vollen Touren.

Die sechs großen Dächer in Hagen Emst mit 273 kWp waren sicherlich der Höhepunkt im Frühjahr, über den an anderer Stelle schon berichtet wurde.

Dann folgte mal wieder in Herdecke ein Wohnhaus in der Zeppelinstr. 46 mit 23 kWp.

Und schließlich ging im September die Anlage auf einem Gebäude der en|wohnen in der Kölnerstraße in Ennepetal in Betrieb. Diese Anlage ist für uns mal wieder etwas Neues, erstens weil wir der Polizei auf das Dach gerückt sind, und zweitens weil wir sowohl das Ost-, das West- und das Süddach belegt haben. Durch die Nutzung der großen Ost- und Westdächer konnten wir immerhin 65 kWp installieren. Wir sind gespannt ob die Ertragsprognosen erfüllt werden.

Parallel dazu wurde wieder einmal als Mitmach-PV-Projekt das Dach der Kita Westenderweg in Herdecke mit 29 kWp bestückt. Allerdings verzögert sich noch die Inbetriebnahme durch Kapazitätsprobleme unseres Solarteurs.

Ausserdem wurde die Anlage auf dem Dach der Kaisberg Klinik in Hagen-Vorhalle begonnen. Dies ist das erste Projekt mit der AWO HA-MK. Leider ruhen aktuell dort die Arbeiten, weil die Anlieferung von benötigten Aluschienen nun schon dreimal verschoben wurde. Geplant sind dort 53kWp.

Wir wünschen unseren Aktiven bestes Wetter bei den hoffentlich bald weitergehenden Arbeiten….. und laden jedes interessierte Mitglied herzlich ein, mal Baustellenluft zu schnuppern.

Kontakt peter.modrei@beg-58.de, Tel. 0171 22 61 531.

Auf den Dächern der ha.ge.we in der Elmenhorststrasse in Emst wurde die bisher größte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 273 kWp in Betrieb genommen. Dazu trafen sich die aktiven Frauen und Männer der BEG-58.

BEG-58 Aktiventreff an der neuen PV Anlage in der Elmenhorststrasse

Anlage mit 273 kWp in Betrieb

Auf den Dächern der ha.ge.we in der Elmenhorststrasse in Emst wurde die bisher größte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 273 kWp in Betrieb genommen. Dazu trafen sich die aktiven Frauen und Männer der BEG-58. Mit ihnen freuen sich die Mieter und Mieterinnen der Gebäude, das auf ihren Dächern umweltfreundlich Strom produziert wird, der emissionsfrei von ihnen verbraucht werden könnte. Die neue Bundesregierung sollte die gesetzlichen Regelungen so gestalten, dass Mieter*innen auch an diesen Anlagen direkt partizipieren könnten, indem sie den Strom wie Hausbesitz*innen zu den günstigeren Konditionen nutzen. Auf dem Treffen wurde auf die erfolgreiche Kooperation mit der ha.ge.we hingewiesen, insgesamt 19 Anlagen mit einer Leistung von knapp 700 kWp sind mittlerweile realisiert und tragen zur Energiewende bei.

Rund 30 aktive Mitglieder sowie vom Hagener Solarinstallateur „Der Solarladen“ der Elektromeister Sontowski waren bei dem Treffen am Samstag, den 28.08.21 in Emst mit dabei. Sie konnten die Anlagen besichtigen und einige Fakten dazu erhalten:

  • Die Photovoltaikanlage hat eine Spitzenleistung von 273 kW und wird in einem Jahr insgesamt ca. 250.000 kWh Strom produzieren.
  • Dies entspricht bei Ersatz von Braunkohlestrom einer CO2– Einsparung von fast 1.280 Tonnen pro Jahr.
  • Rechnerisch kann diese Anlage damit den Bedarf von ca. 85 Durchschnittshaushalten decken, das wären alle Haushalte in diesen Häusern der ha.ge.we.
  • Gebaut wurden die Anlagen vom Solarladen Hagen. Um den Solarinstallateur zu unterstützen und um die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu gewährleisten, haben insgesamt 20 Mitglieder*innen der BEG-58 ehrenamtlich über 300 Stunden Arbeit eingebracht. So konnte die Anlage in nur 4 Wochen errichtet werden konnte (Link zum Bericht).
Rund 30 aktive Mitglieder sowie vom Hagener Solarinstallateur „Der Solarladen“ der Elektromeister Sontowski waren bei dem Treffen am Samstag, den 28.08.21 in Emst mit dabei. Sie konnten die Anlagen besichtigen und einige Fakten dazu erhalten.

Nach der Besichtigung ging es zum gemütlichen Teil in das Restaurant „GOLDSTÜCK“ in Emst/ Haßley.

Hier würdigte die Aufsichtsratsvorsitzende Beate Petersen das Engagement der Aktiven, sowohl beim Bau der Anlagen, aber auch die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Bürgerenergie Genoss*innen. Nur durch diesen Einsatz kann die BEG-58 so erfolgreich agieren. Über Neuigkeiten im PV- und Energiebereich, die politischen Rahmenbedingungen der Energiewende und vieles mehr wurde sich angeregt ausgetauscht.

Zufrieden traten gegen 15.00 Uhr die letzten Teilnehmer*innen die Heimreise – die zum Teil mit dem Rad gekommen waren, einer davon aus Wetter – an.

(Josef Quanz)

Das beigefügte Bild zeigt die Mitglieder des Genossenschaftsführungskreises (=Aufsichtsrat und Vorstand) der BEG-58, von links nach rechts: Anke Rudat, Peter Modrei, André Fastenrath, Beate Petersen, Roland Kirsten, Martin Bergmann, Rolf Weber und Peter Asmuth

Klimaschutz vor Geld

Die BEG-58 lebt es (vor)

Die diesjährige Generalversammlung der Bürger-Energie-Genossenschaft 58 (BEG-58) eröffnete Beate Petersen als deren Aufsichtsrats-Vorsitzende. Zur Einstimmung zeigte sie die Dringlichkeit eines Wandels aufgrund der fortschreitenden Klimakrise auf. Als Geschäftsführer der Lichtburg, die auch Mitglied der BEG-58 ist, stellte Marcus Boenig die vielfältigen Aktivitäten zur energetischen Sanierung des Veranstaltungsortes Stadtsaal Wetter vor. So vorbereitet wurden von den 74 anwesenden Mitgliedern wichtige Themen zur weiteren Entwicklung der BEG-58 diskutiert und entschieden.

Trotz unentgeltlicher Arbeit bei Projektierung und Verwaltung ist es seit einiger Zeit wirtschaftlich nicht mehr möglich, Photovoltaik (PV)-Anlagen auf angemieteten Dächern zu realisieren. Während beim Einfamilienhaus sich PV-Anlagen durch den Selbstverbrauch des solar erzeugten Stroms gut rechnen, ist es der BEG-58 bei der derzeitigen Gesetzeslage praktisch nicht möglich, den Strom an Mieter zu verkaufen, um so die ständig sinkenden Einspeisevergütungen auszugleichen.

Mit der im Jahr 2020 eingeführte Mitmach-Photovoltaik, bei der die BEG-58-Mitglieder beim Bau von Photovoltaikanlagen die Solarteure unterstützen und damit die unentgeltlich geleisteten Jahresarbeitsstunden auf 6.000 steigerten, in Verbindung mit günstigen Mitgliederdarlehen konnte gegengesteuert werden. Dennoch gab es einige Projekte, die über 20 Jahre nur kostendeckend arbeiten oder geringfügig darunter liegen. Bei anderen Unternehmen hat dies zur Einstellung beim Bau weiterer PV-Anlagen geführt. Bei der BEG-58 wurde auf der Generalversammlung dagegen die Frage diskutiert, ob in Anbetracht der obigen Sachverhalte weiter PV-Anlagen gebaut werden sollen.

Die Mitglieder haben sich für den Klimaschutz entschieden: Aufgrund der aktuellen durchschnittlichen Rendite von 3,54% über alle 127 PV-Anlagen dürfen in den nächsten 2 Jahren PV-Anlagen bis zu einer Gesamtleistung von 1.500 kWp auch mit Minus-Renditen gebaut werden! Dazu wurde zudem die bisher angestrebte durchschnittliche Rendite von >3% auf >2,5% gesenkt. Bei der Entscheidung stach das Argument, dass die Mitarbeit an der Energiewende Spaß 1macht und als bereichernd empfunden wird, hervor. Eine Teilnehmerin drückte es so aus:

„Beim Bau der PV-Anlage auf der Schule mitzuwirken, auf die ich gegangen bin, gibt mir ein gutes Gefühl und die Identifikation mit der BEG-58 steigt.“

Der Vorstand bedankte sich für das Votum, das mit 92% Zustimmung gefasst wurde, und ist jetzt auf der Suche nach weiteren Dächern.

Neben der Frage der Wirtschaftlichkeit der PV-Anlagen wurde auch darüber diskutiert, wie sich die BEG-58 zu geplanten Windkraftanlagen (WKA) in der Region verhalten will. Hier gab es eine noch höhere Zustimmung zu dem Beschlussantrag des Vorstandes, wonach zukünftig auch in genehmigte und geeignete Windkraftanlagen investiert werden könnte: „Die BEG-58 unterstützt gezielt neue Windkraftprojekte in unserer Region öffentlich und beteiligt sich auch finanziell, insofern sich wirtschaftliche Möglichkeiten ergeben.“ Einzelne Stimmen gab es, die darauf hinwiesen, dass WKA im persönlichen Wohnumfeld eher kritisch gesehen werden und von daher das Thema sehr sensibel zu handhaben sei. Dies sagte der neu in den Aufsichtsrat gewählte Peter Asmuth zu, der als ehemaliger Vorstand bei den Stadtwerken Aachen bereits für den Bau von rund 100 Megawatt Windkraftanlagen verantwortlich war.

Neben dem weiter auch am Gemeinwohl und dem Umstieg auf Energie aus erneuerbaren Quellen ausgerichteten genossenschaftlichen Satzungszweck ist die BEG-58 abermals Vorreiter in der Region: Gemäß Mitglieder-Beschluss aus 2018 erfolgt erstmals eine CO2-Kompensation: Mit Hilfe/Unterstützung der AVU wird der entstandene CO2-Fußabdruck der Generalversammlung ausgeglichen. Hierzu wurden insbesondere der Anreiseweg der Besucher*innen erfragt: Dabei kamen 516 Km zustande, die sich aus 40x mit PKW sowie 10x mit Bus oder Bahn ergaben. Zusätzlich wurde der geschätzte Energieaufwand der Räumlichkeiten sowie des ökologischen Caterings ermittelt. Dies ergab einen CO2-Fußabdruck von 665 Kg. Auch für den Energieversorger ist es eine Premiere, die Kompensation für eine Veranstaltung berechnen zu lassen. Wer sich genauer informieren will oder sogar die eigene CO2-Bilanz aufstellen möchte, schaue bitte bei http://www.avu.de/kompensation vorbei.

Natürlich gab es auch ganz normale Vorgänge auf der Generalversammlung:

  • Personalien:
    Die Mitglieder der Gremien Aufsichtsrat und Vorstand wurden auch im Rahmen der Generalversammlung 2021 von den Genossenschafts-Mitgliedern wieder dankend entlastet. Beate Petersen und André Fastenrath wurden einstimmig in den Aufsichtsrat – und erstere in der anschließenden Aufsichtsratssitzung zur Vorsitzenden – wiedergewählt. Großer Dank wurde auch allen 64 unentgeltlich tätigen BEG-58 Aktiven ausgesprochen.
  • betriebswirtschaftliches Ergebnis:
    Auch dieses Jahresergebnis konnte sich mit einem Gewinn von knapp 85.000 € sehen lassen. Es wurde eine Dividende von 3,2% beschlossen. Damit stieg die durchschnittliche Dividende seit Gründung der BEG-58 vor 11 Jahren auf 2,3%.
  • Gesellschaftliche Effekte – wie z.B. regionale Wertschöpfung:
    Die abgeführten Dachmieten und Gewerbesteuern steigen kontinuierlich: Für 2020 wurden 37.532 € zur regionalen Entwicklung beigesteuert.

Das beigefügte Bild zeigt die Mitglieder des Genossenschaftsführungskreises (=Aufsichtsrat und Vorstand) der BEG-58, von links nach rechts: Anke Rudat, Peter Modrei, André Fastenrath, Beate Petersen, Roland Kirsten, Martin Bergmann, Rolf Weber und Peter Asmuth.