Caritas „Nachhaltigkeitstag“ in Kooperation mit der BEG-58 in Bochum, von links: Stefan Wolf, Herr Mauer, Herr Dünnebacke, Frau Neubaur, Frau Wagener, Frau Backhoff

Caritas „Nachhaltigkeitstag“ in Kooperation mit der BEG-58 in Bochum

Mit einem Nachhaltigkeitstag präsentierten am Freitag, dem 9. Oktober 2026, die Caritas Ruhr-Mitte zusammen mit unserer BürgerEnergieGenossenschaft die neue PV-Anlage auf dem Dach des Altenwohn- und Pflegeheims St. Elisabeth von Thüringen. Der Garten des Heimes und die Neueinführung von pflanzenbasierten Mahlzeiten sind ebenfalls Beleg für den nachhaltigen Wandel. Die rund 80 Gäste wollten auch den Besuch der NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur miterleben.

Vor deren Ankunft gab es für die Besucher:innen die Gelegenheit, das Außengelände mit Wildblumenwiesen, Stauden, Nisthilfen und Wasserflächen zu besichtigen, oder sich auf einem flachen Teil des Daches zu den 708 Modulen der 311 kWp-Photovoltaikanlage zu informieren.

Stefan Wolf berichtet über den Bau der PV-Anlage, Foto: Kai Rüsberg
Stefan Wolf berichtet über den Bau der PV-Anlage, Foto: Kai Rüsberg

Kerstin Wagener als Hausherrin des Altenheims und Alexander Mauer, Vorstand der Caritas Ruhr-Mitte, begrüßten die Gäste und stellten die Umgestaltung des Heimes in Richtung Nachhaltigkeit kurz dar. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte Frau Petra Backhoff erläuterte die Zielsetzung „Klimaschutz als Selbstverständnis“ der Caritas.
Dazu gehören sechs Bausteine: 1.Transparenz schaffen, 2. Verpflegungsangebote neu denken, 3. Mobilität in neue Bahnen lenken, 4. Optimierung der Energieverbräuche, 5. Außenanlagen anders denken und 6. das Beschaffungswesen sozial ökologisch und ökonomisch optimieren.
Für die BEG-58 erläuterte Stefan Wolf, der die PV-Anlage projektiert und den Bau überwacht hatte, die besonderen Herausforderungen. Nur durch die sehr vertrauensvolle Kooperation mit dem Caritasverband und den beteiligten Unternehmen konnte es gelingen, diese größte Dachanlage der BEG-58 auch tatsächlich zu errichten.

Besichtigung der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Seniorenzentrums St. Elisabeth von Thüringen
Besichtigung der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Seniorenzentrums St. Elisabeth von Thüringen

Dass rund zwei Drittel des erzeugten Solarstroms (geschätzte Jahresproduktion ca. 250.000 kWh) direkt im Haus verbraucht werden, liegt daran, dass mit Kochen, Kühlen, Waschen und Spülen viele energieintensive Tätigkeiten während der Vormittags-und Mittagszeit anfallen. „Dennoch decken wir nur etwa ein Drittel des Gesamtstrombedarfs des Heimes ab“, erläutert Stefan Wolf. Selbst nachts wird für Beleuchtung der Flure Strom gebraucht. In der BEG-58 wird über die Installation eines Speichers nachgedacht.

Mona Neubaur NRW-Wirtschaftsministerin, Foto: Kai-Rüsberg
Mona Neubaur NRW-Wirtschaftsministerin, Foto: Kai-Rüsberg

Mona Neubaur würdigte in ihrer Rede die Bemühungen um Nachhaltigkeit, bezeichnete die Erneuerbaren als die Friedensenergie“ und spannte damit einen weiten Bogen zu dem Stopp der Gaslieferungen nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Auch darüber hinaus kommentierte Frau Neubaur, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW ist, die politische Weltlage von Israel und Gaza bis hin zu Trumps Zollpolitik.
„Ins Gelingen verliebt“, das hob sie besonders für dieses Projekt hervor und war begeistert von den vielen strahlenden Gesichtern, die dazu beigetragen hatten.

Leider konnte die Ministerin der anschließenden Eröffnung des Buffets nicht mehr beiwohnen, da sie schon zum nächsten Termin aufbrechen musste. Mit Linsen- und Gemüseburger, vegetarischer Bolognese und Brotaufstrichen war die Speiseauswahl zugleich Programm: durch die behutsame Einführung von pflanzenbasierten Mahlzeiten hat das Heim 2025 immerhin bereits 1,5 Tonnen Fleisch eingespart. Nicht nur den Bewohner:innen des Heims St. Elisabeth von Thüringen, sondern auch den Gästen des Nachhaltigkeitstages, schmeckte es ausgezeichnet.

Caritas „Nachhaltigkeitstag“ in Kooperation mit der BEG-58 in Bochum, von links: Stefan Wolf, Herr Mauer, Herr Dünnebacke, Frau Neubaur, Frau Wagener, Frau Backhoff
Von links: Stefan Wolf, Herr Mauer, Herr Dünnebacke, Frau Neubaur, Frau Wagener, Frau Backhoff

10.10.2025 Holger Rüsberg